Bericht aus der Ratssitzung am 27.02.2018 (Teil 2, AfD-Anträge)

Die AfD hatte drei Anträge zur Ratssitzung eingereicht:
1)  Bürgeranträge nach Gemeindeordnung nicht pauschal abzulehnen, sondern Alternativen und Wege aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen und finanziellen Voraussetzungen diese realisierbar wären.

2) Verzicht auf die Bebauung des Gebietes in der Nähe von  “Auf dem Grend” zugunsten einer Sonnenkollektoranlage, die der Stadt Einnahmen bescheren würde und den Bürgern, die eine Bebauung dieses Gebietes ablehnen, entgegenkäme. Hinzu kam, das das vom Bebauungsplan miterfasste Gebiet am Mühlengraben u.E. ökologisch  wertvoll ist und die gesundheitliche Belastung der Bürger durch Elektrosmog und Emissionen der nahen A 59, die im Übrigen demnächst um zwei Spuren erweitert werden soll, nicht zu verantworten ist.

3) Durch ein aktuelles Gutachten sollte geklärt werden, welche Belastung das Straßennetz in Troisdorf max. aushält, welche Infrastrukturmaßnahmen erforderlich sind, ohne dass es zu einer unzumutbaren langfristigen Verschlechterung des Wohnumfeldes durch die Bauwut der Verwaltung und der anderen .

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wir hatten bei unseren Anträgen im Sinne der Bürger wenigstens etwas Nachdenken bei den Vertretern anderen Parteien erhofft. Leider wurden durch die Mehrheitsparteien alle Anträge der AfD-Fraktion  abgelehnt. Bemerkenswerterweise stimmte auch jedesmal die SPD gegen die AfD-Anträge. Entweder beeinflusste die bevorstehende Bundes-GroKo lokal bereits das Denken. Oder es galt nur, dass man als „guter“ Sozialdemokrat und „guter“ Christdemokrat  halt einfach ohne Nachdenken gegen alle AfD-Anträge stimmen muss. Ideologiefreies Handeln im Interesse der betroffenen Bürger jenseits von  Parteidisziplin und Fraktionszwang ist offensichtlich nicht gewünscht bzw. nicht durch die Parteistatuten geregelt.

MM

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